Neues von Glitzerhandy-Gesche

Gesche Joost, die „Internetbeauftragte“ der Bundesregierung, hat eine neue Idee: Kinder sollen nun in der Grundschule gefälligst auch noch programmieren lernen. Dass man allerdings prinzipbedingt nicht programmieren kann, wenn man (noch) nicht schreiben und und vor allem noch nicht einmal grundrechnen kann, ist der Koryphäe entgangen. Aber eine Frau, bei der Glitzerfolien auf Handys kleben Informationstechnik ist, denkt vermutlich wirklich, Scratch-Module zusammenzuklicken ohne zu wissen dass 2+2 = 4 ist, sei Programmieren. Vermutlich hat sie recht.  Modul XX mit dem Modul große Klappe parametriert und die Eigenschaft Alter auf unter 40 eingestellt, dann das ganze einfach ans Modul SPD-Parteibuch drangesteckt, und fertig ist das Internetbeauftragtinnenprogramm.

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5 Kommentare

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5 Antworten zu “Neues von Glitzerhandy-Gesche

  1. Mirco

    Erfahrungsgemäß wären für den Job des Internetbeauftragten wahrscheinlich ein Dutzend Bewerber mit Ahnung vorhanden gewesen, aber es wurde dann doch eine Ahnungslose genommen. Frauenquote in Reinkultur.Der Vormarsch der Dummheit geht weiter.

  2. Matthias

    Ich mache jede Wette, dass diese Frau selbst noch nie ausprobiert hat zu programmieren. Sonst hätte sie das nicht gefordert.

    Jedenfalls ist ihre Forderung aus meiner Sicht ein weiterer Beleg dafür, dass diejenigen Menschen, die darüber bestimmen oder diesbezüglich auch „nur“ Deutungshoheit haben, wie unser supertolles Bildungssystem sein sollte, schlichtweg verrückt sind. Das sind Leute, die überhaupt keinen Draht mehr zur Wirklichkeit haben. (Aber wenn es um Bildung geht, haben viele Menschen einen Standpunkt, wie er verbohrter kaum noch sein kann.)

    Ich bin mit dem Programmieren im Leben zwei Mal in Berührung gekommen, und mehr auch nicht. Einmal als älterer Jugendlicher in Klasse 11, einmal als Student, als es um einen einzelnen Schein ging. Programmieren ist äußerst anspruchsvoll. Ich kenne u.a. einen studierten Informatiker (FH), der mir gegenüber einmal sagte, er könne nicht programmieren, und das sei auch sehr schwierig.

    Was sollen Grundschüler damit? Das ist ja fast so, als wenn beim Wolf die Welpen schon den Versuch unternehmen sollen, einen Moschusochsen zu reißen. Naja, früh übt sich – aber nur, solange man dabei nicht heillos überfordert ist und die Voraussetzungen dafür überhaupt mitbringt.

    Bei Wölfen muss sich so ein Welpe erst entwickeln, erstmal wachsen und zum Wolf werden. Beim Menschen fehlt einem großen Teil des Volkes, oft auch Eltern und Lehrern, die Geduld für ganz normale Entwicklungsprozesse. Es gibt viele Eltern, die die Nerven verlieren, wenn sich bei ihrem Kind nicht massive Fortschritte möglichst sofort und immer wieder zeigen.

    Einmal, als ich als damaliger Biologiestudent meine erste Chemie-für-Biologen-Klausur im ersten Anlauf bestanden hatte und danach auffallend glücklich unterwegs war, traf ich auf einen anderen Mann. Ich kam mit ihm ins Gespräch. Ich teilte ihm dabei auch mit, warum ich so happy war. Als er das Stichwort „Chemieklausur“ hörte, fing er wirklich von seiner 12jährigen Tochter und ihrem Chemie-Test an. Der sei eine zwei gewesen, und ob ich glaube, dass da später bei ihr mehr (Chemie-LK? Chemiestudium?!?) draus werden könnte…

    …das sind so die Beispiele, warum ich den Eindruck habe, in Sachen Bildung in einer Welt von Verrückten zu leben. (u.a. deshalb meine Reihe Biolehrer & Didaktiker auf allesevolution.wordpress.com an manchem Samstag)

    Und dann immer diese Eltern/Großeltern, die mit den guten Noten ihres (Enkel-)Kindes angeben und damit, was für Instrumente es wie toll spielen kann und wie ehrgeizig es ist und blabla… (*würg*)

    Und dieses ständige Gerede vom „Fördern“ und dem Anpreisen der Bildung als großes Universal-Allheilmittel, gerade auch in der Politik.

    Naja – jedenfalls auch erstmal ein frohes neues Jahr an den Fuchsbau und alle Mitstreiter hier für eine vernünftigere Welt!

    • Matthias

      Nachtrag: Man muss eigentlich nur mal mit einem Lehrer heute darüber sprechen, wie viele Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikfehler typische Grundschüler und Schüler überhaupt heute machen.

      Die üben das nicht mehr genug, und dann gibt es dieses Konzept des „freien Schreibens“ an den Grundschulen. Fehler werden dabei nicht angestrichen, weil Fehler ja „Lernchancen“ seien und die armen Kinder nicht Angst vor dem Schreiben kriegen sollen… – jedenfalls machen die dann in einem Satz locker fünf Rechtschreibfehler und können auch in Mathe nicht viel.

      Aber dann Programmieren – das ist so, wie mit einem Tretboot von Cuxhaven nach Helgoland. Am besten lacht man nur noch drüber!

  3. Es gibt durchaus Kindgerechte Programmiersprachen – vielleicht weniger für Klasse 1 und 2 aber 4.-Klässlern kann man sicher sicher mit Turtle-Programmieren/Programmieren mit dem Hamstermodel erste Schritte beibringen und sie so ganz ungezwungen in Logik schulen.

    Niemand redet von Compilerbau für 6jährige – oder?

  4. Pingback: Matthias' Woche - Links der KW 01 - NICHT-Feminist

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