Monatsarchiv: August 2014

Schöne Diskussion

bei Schoppe, an der unter anderem der eben beim Freitag wegen antifeministischer Umtriebe rausgeflogene fegalo, der ebendort auch geschrieben habende crumar, der mir noch von meiner Zeit-online Zeit sehr positiv in Erinnerung gebliebene Zeitist und noch ein paar andere teilnehmen. Und ihre Sicht auf die Vorgänge mitteilen. Lesenswert.

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Der einzige Preis,

der prinzipbedingt in Deutschland ausschließlich patriarchalen Schniedelwutz-Trägern vorbehalten war, war – bis 2013 –  die Einladung zur Schaffermahlzeit. Jetzt dürfen auch Frauen Braunkohl mümmeln.  Seitdem gilt für  alle Preise, Ehrungen und Auszeichnungen in diesem Lande ja glücklicherweise, dass die einzige Bedingung, eine solche Ehre zu erhalten die ist, dass man der Ehre für Wert befunden wird.

Alle?

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Frauenbeauftragten Deutschlands hat nun dankenswerterweise, finanziert von unseren Steuergeldern, eine Liste zusammengetragen mit um die hundert Preisen diverser Städte, Universitäten und Stiftungen, dotiert von Null bis über zehntausend Euro, größtenteils ebenfalls finanziert von unseren Steuergeldern, eine Liste jedenfalls mit Preisen, die ausschließlich solche Menschen erhalten dürfen, die das Glück hatten, nicht mit einem Schniedelwutz geboren zu werden.

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Distelkram

Vor zwei Tagen bin ich über diesen Blogeintrag einer verqueren Distel gestolpert. Und habe ihn natürlich kommentiert. Natürlich wurde der Beitrag nicht freigeschaltet. Kann am üblichen Kritikverhalten der Genderfraktion liegen („Erledigen durch Ignorieren“), aber vielleicht ist das Blog auch schon verwaist. Letzter einziger Beitrag im Juli – riecht schon ein bisserl streng.

Da ich meine Antwort der interessierten Öffentlichkeit nicht vorenthalten will, erscheint sie halt hier:

 

 

 

Wo Du anfangen sollst? Du könntest erstens damit anfangen, dieses -mit Verlaub – tiefenbescheuerte Sternchen wegzulassen, wenn Du über (vermute ich mal) mich sprichst. Mein „Leben, Lieben und_oder Begehren, […] Körperlichkeit, Fähigkeiten und Bedürfnisse“ geht Dich nämlich ehrlich gesagt einen feuchten Kehrricht an, und ich erwarte auch nicht von Dir, dass Du Dir darüber Gedanken machst. Du musst mich auch nicht als männlich lesen. Ich bin ein Mann. So einfach sind die Dinge nämlich manchmal tatsächlich.

Du könntest zweitens anfangen, indem Du aufhörst, Leuten, die Du nicht kennst und mit denen Du Dich weigerst, inhaltlich überhaupt zu sprechen, die Intention eines „Vernichtungsversuchs“ zu unterstellen. Du könntest aufhören, Männern, die sich für Ihre Väterrechte und Menschen, die sich gegen den Abbau basalster demokratischer und rechtsstaatlicher Prinzipien wehren, Bürger, die sich gegen eine noch schlimmere Institutionalisierung einer mittlerweile sakrosankten und sauteuren Günstlingswirtschaft einsetzen, Akademikern, die die Larifarilalalaberei satt haben, zu der die Sozialwissenschaften inzwischen verkommen sind, Du könntest wie gesagt aufhören, all diesen Leuten mal eben zu unterstellen, dass sie „viele negative Erfahrungen mit Frauen“ gemacht hätten und vom „Hass“ getrieben seien. Das trägt wirklich nicht gerade dazu bei, mit Euch überhaupt noch reden zu wollen.

Es gibt durchaus Menschen auf der Welt, für die ihre Sexualität nicht das einzige Antriebsmotiv im Leben ist. Es gibt durchaus Männer, die Frauen lieben und von Frauen geliebt werden, psychisch mit sich, den Frauen und der Welt im Reinen sind und die den institutionalisierten Feminismus trotzdem – oder gerade deswegen – als antidemokratische, parareligiöse, totalitäre und damit im Kern faschistoide Struktur begreifen und *deshalb* dagegen angehen.

Du (Ihr alle da) hättet drittens eigentlich auch damit anfangen können, mal *zuzuhören*. Ihr hättet was lernen können. Ihr hättet auch mal fragen können, warum ich da war. Oder gar, was meine (oder vielleicht allgemein, eine antifeministische/männerrechtliche) Sicht auf diese Debatte ist. Ihr hättet den Abend als willkommene Gelegenheit sehen können, Euer eigenes Denken und Eure eigenen Gewissheiten zu hinterfragen – etwas, das Ihr gern von anderen einfordert, selber zu leisten aber nicht willens oder in der Lage zu sein scheint.

Stattdessen habt Ihr Euch viertens redlich bemüht, den Störer Eures Gottesdienstes möglichst schnell mundtot zu machen. Wie kann er es auch gleich im ersten Satz wagen, darauf hinzuweisen, dass in der Denkweise von Leuten, die in Männerrechtlern/Antifeministen nur das gelbe Forum sehen und der von Leuten, die im Feminismus nur eine Solanas sehen, offenbar eine identische, zur Differenzierung unfähig machende Ideologie die treibende Kraft ist? Wenn sich Dir schon bei solcher „Aggression“ „die Nackenhaare aufstellten“, dann hast Du in Deinem Leben noch nie wirkliche Aggression kenngelernt. Glaube ich zwar nicht wirklich, aber gerade dann solltest Du mal ein bisschen zu differenzieren lernen. Hilft beim Umgang mit anderen Menschen ungemein.

Du könnest fünftens einem Menschen, der sich in die Höhle des Löwen wagt, eine gewisse Nervosität zugestehen, statt „Wut in der Stimme“. Du könntest üben, in anderen Menschen nicht immer nur den bösen Aggressor zu sehen, sondern mal einfach einen Mitmenschen mit eigenen Bedürfnissen und Meinungen und dem selbstverständlichen Recht, sich für diese Bedürfnisse und Meinungen einzusetzen, auch und gerade Leuten gegenüber, die diese *nicht* teilen.

Du hättest sechstens den Mund aufmachen können und mich fragen, warum ich die Veranstaltung besucht habe. Du hättest der Redeleitung sagen können: „Nun lass den doch mal ausreden, vielleicht hat er ja was zu sagen, danach können wir mal ein bisschen spannend diskutieren.“ Stattdessen hast mich (strafend?) angesehen? Wow. Tut mir leid, ich habe Dich nicht bemerkt. Und meine Gedankenlesefähigkeiten sind nur marginal entwickelt. Ich hatte zu tun damit, mal was sagen zu dürfen und mir zu merken, aus welchen fadenscheinigen Gründen heraus ich nichts zu sagen hätte. Das war kein patriarchales Mackertum, das war Dein eigener Wille, nicht zu kommunizieren. Gib für so etwas doch nicht anderen die Schuld.

Mal ganz ehrlich: Wenn Du in mir einen von Wut gesteuerten Typen gesehen hast, der mit Frauen nicht klar kommt, Angst um seine Pfründe hat, frustriert Halt in einer Gruppe von beschränkten Geistern sucht und zum Radau machen da war, könntest Du falscher nicht liegen. Ich bin ein mit einer tollen Frau glücklich verheirateter Mann, stolzer Vater eines Prachtkerlchens, beruflich erfolgreich und nicht im mindesten von angeblich starken Frauen eingeschüchtert. Und ich hatte die Hoffnung, mit Euch zu *diskutieren*. Ich kann aber Dummheit, Ideologien und bornierte Kleingeistigkeit auf den Tod nicht ab, und ganz ehrlich: Bei dieser Veranstaltung habe ich eine Menge davon gesehen. Wie gesagt: Wenn Du schon mich so falsch „liest“, wie das ja so schön heißt bei Euch, noch eine Idee zum „Anfangen“: Du könntest damit anfangen, richtig lesen zu lernen. In dem Punkt bist Du nämlich augenscheinlich Analphabetin. Wenn Du schon einzelne Menschen so schwer in Ihren Intentionen und Motiven einschätzen kannst, wieso glaubst Du, dass man Deine Konzepte zur Welterklärung auch nur im Mindesten ernst nehmen oder die Maxime Deines Handels zur Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung machen könnte?

Du könnest siebstens mal hier

https://stadtfuchsensbau.wordpress.com/2014/06/05/maskulisantifem_bochum/

meine Sicht auf die Veranstaltung nachlesen. Und Du darfst achtens auch gerne da kommentieren.

Du könntest Dich hier

https://stadtfuchsensbau.wordpress.com/2014/07/16/veranstaltungsnachlesen/

über ähnlich gelagerte Veranstaltungen informieren, die ähnlich ideologisch-pseudowissenschaftlich abliefen.

Du könntest Dir neuntens ein Impressum zulegen, statt Dich hinter einer anonymen Webseite zu verstecken. Leute, die Schiss davor haben, dass man sie irgendwann öffentlich für das festnageln könnte, was sie öffentlich über andere auskübeln, betrachte ich eigentlich nicht als satisfaktionsfähig. Ich mache hier mal eine Ausnahme, weil wir uns ja wohl mal persönlich über den Weg gelaufen sind und Du böse gekuckt hast.

Du könntest zehntens hier in Deinem Blog dafür sorgen, dass weder als Legastheniker gelesene Leute noch andere ein „Hau ab, Arschloch, sonst gibt’s auf die Fresse“ unwidersprochen als empfehlenswerte Konfliktlösungsstrategie propagieren. Wenn Du schon hier in Deinem virtuellen Wohnzimmer so etwas nicht verhinderst, wieso maßt Du Dir an, einen „konstruktiven Dialog“ anzubieten? Wieso glaubst Du, Du habest dann noch ein Recht, Dich über angeblichen „Hass“ auf der anderen Seite zu mokieren? Hic Rhodos. Hic salta.

Elftens könnten wir gemeinsam anfangen, nicht über-, sondern miteinander zu reden. Ich bin jetzt erstmal für ein paar Wochen im Urlaub, aber ab Mitte September kann ich gerne anbieten, dass wir (meine Wenigkeit, Du, und wen immer Du zur Verstärkung mitschleppen willst) uns mal in einer Kneipe auf ein Bier und ein Gespräch treffen, sofern Du erstens, wie zu vermuten steht, irgendwo im Ruhrgebiet ansässig sein und zweitens willens sein solltest, andere Auffassungen von Wirklichkeit mal anzuhören. Und sofern drittens klar ist, dass ich das ganze hinterher je nach Gesprächsausgang wohlmeinend oder wohlbissig bebloggen werde – Du darfst natürlich ein gleiches tun. Wie gesagt, irgendwo muss man ja mal anfangen.

beste Grüße
Uli, der Stadtfuchs

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Wenn es

frauenbewegte, schlecht recherchierte und vor Ideologie strotzdende Artikel in Onlinezeitungen von einer mir unbekannten Autorin gibt, ist der nächste Gang inzwischen grundsätzlich dieser hier

Bingo (Nr. 2948).

Kein Wunder, dass Frau Sarah Schaschek für eine Quote ist – wie sonst soll frau im Journalismus vorwärts kommen, wenn sie Journalismus nicht kann?

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Wenn der Zensor zuschlägt

Tja, da habe ich fegalo grade erst gelobt, schon ist sein Account beim Freitag geschlossen, seine Beiträge unsichtbar und seine Kommentare mit „ehemaliger Nutzer“ gekennzeichnet. Alles aus heiterem Himmel. Nach einem freiwilligen Rückzug sieht mir das nicht aus.

Der Freitag. Das Meinungsmedium.

Dieses Blog hier entstand als Reaktion darauf, dass ich wegen allzu meinungsfreudiger Kommentare aus dem Forum von zeit online geworfen wurde. Bleibt also zu hoffen dass wir demnächst einen neuen in der Runde haben.

 

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Tischkantenbeißer des Tages

Eigentlich muss man „Baby und Familie“ nicht grundsätzlich hauen. Man muss es auch nicht grundsätzlich kennen. Das ist die Apothekenumschau für Eltern. Apotheker müssen die sozialdruckbedingt abonnieren und ihren Kunden gratis und franko in die Tüte packen, wenn die mit einem Kinderwagen (am besten mit Kind drin) aufkreuzen. Da die geliebte Göttergattin neulich nebst Jungfuchs gleich zwei dieser Heftchen ergatterte (kommt Gattin eigentlich von ergattern?), kam ich um’s Querlesen nicht rum. Erstaunlicherweise sind die recht ungegendermainstreamed, und zwar trotz (oder wegen) komplett weiblicher Redaktion. Eltern kann man halt schwer weismachen, dass kleine Lilifee-Mädchen und kleine Spiderman-Jungs sich nur qua Sozialisation unterscheiden.

Aber an einem Satz bin ich dann doch hängengeblieben. Weil er zeigt, wie sich manche Wertmaßstäbe verschoben zu haben scheinen. Nicht dass die Autorin da bewusst dämlich war. Aber unbewusst. Und das heißt viel mehr.

In der Ausgabe August 2014 geht es um die Frage, ob Kinder mit Spielzeugwaffen spielen dürfen sollen. Dauerbrennerfrage aller Eltern seit 1870/71, damals noch beantwortet mit: Müssen sie gefälligst, für Kaiser und Vaterland! 1968 beantwortet mit HAST-DU-SIE-NOCH-ALLE???, im Heftchen mit: Joa, sollen sie halt, wenn sie wollen. Werden schon was verarbeiten damit. Aber, und jetzt kommts, es darf natürlich

„mit den Waffen niemand verletzt, unterdrückt, oder gar diskriminiert werden.“

Denn Diskriminieren geht heutzutage wirklich sowas von gleich gar nicht!

 

 

 

 

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Hupps.

Mal wieder ein neuer antifeministischer Gelegenheitsblogger mit Hirn? Oder ist fegalo alter Ego eines alten Bekannten? Jedenfalls lieferte er jüngst im Freitag einen schönen Überblick über säkulare Religionen, in dessem Rahmen übrigens auch die Evolutionspsychologie ihr Fett wegkriegt, und gab einer gewissen genderfeminstisch bewegten Magda kräftig Contra.

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