Wie schön

dass die deutsche Sprache ein generisches Maskulinum kennt. Da ist immer gleich klar, dass Männer und Frauen gleichermaßen gemeint sind.

Schade ist, dass die Entscheidungsträgerinnen im erweiterten Senat der Uni Leipzig es mit der deutschen Sprache nicht so am Hut haben. (Nein, das liegt nicht daran, dass Leipzig in Sachsen liegt). Sonst wäre wohl kaum die Idee aufgekommen, für die Grundordnung nun ein „generisches Femininum“ zu benutzen (das übrigens nicht hierfür erfunden wurde, auf die Idee kamen andere Schwachmatinnen beispielsweise schon in Karlsruhe und Hannover). Naja, jede Uni macht sich so lächerlich wie sie kann. Die Viadrina hat es unter dem Einfluss ihrer Leiterinnen ja schon geschafft, sich mit der Aufnahme von Homöopathie und anderen Quacksalbereien in ihr Curriculum der Lächerlichkeit preiszugeben. Nun zieht die zweitälteste Uni Deutschlands offenbar nach und signalisiert der Welt, dass die Akademikerinnen dort nichts besseres zu tun haben, als sich um einen solchen Mumpitz zu kümmern. Offensichtlich scheinen die Protagonistinnen in den Gleichstellungsbüros den Professoren so sehr auf die Nerven gegangen zu sein, dass auch diese diesem Käse zustimmten, um endlich Ruhe vor den Quälgeistern zu haben und sich wieder wichtigen Dingen zuwenden zu können. In Summe haben sich die Professorinnen, Doktorandinnen und Studentinnen dieser Uni aber selber disqualifiziert: Da sie sich lieber ausführlich in der Öffentlichkeit als Sprachverhunzerinnen betätigen statt sich mit ihren wissenschaftlichen Fachgebieten zu beschäftigen, scheinen die Anforderungen der Uni nicht sehr hoch zu sein, wenn frau da etwas werden möchte. Kein Wunder, dass diese Uni so überproportional viele Studentinnen anzieht.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Wie schön

  1. Gerhard

    Die Diskussion geht meiner Meinung nach am eigentlichen Thema deutlich vorbei. Folgt man den Befürworterinnen und den Sprachverhunzungsrufern nämlich, so akzeptiert man die stillschweigende These dahinter, daß dieses Problem des sprachlichen Geschlechts symmetrisch ist. Daß Männer,die ansonsten mit dem mitgemeint auf einmal aufnörgeln, daß mitgemeint sein nicht so toll ist und jetzt ihre eigene Medizin schlucken.

    Aber so ist es nicht. Tatsächlich mangelt es an einem spezifischen Maskulinum. Bei den Professoren sind nämlich immer auch die Männer mitgemeint, bei den Professorinnen nicht. Es ist einfach eine strunzdumme Lüge, daß man bei den Professoren die Frauen ausschließen oder gar unsichtbar machen würde. Wenn überhaupt, dann macht man die Männer unsichtbar, denn es gibt keine einfache Form für männliche Professoren.

    Keinesfalls kann es jetzt die Lösung sein, den skandinavischen Weg zu gehen oder noch schlimmer ein spezifisches Maskulinum einzuführen. Diese ganz feministische Sprachpanscherei schafft nämlich genau eines, nämlich das Geschlecht einer Person in den Vordergrund zu stellen und genau das wollte doch eigentlich auch der Feminismus abschaffen.

    Aber solange auch Feministinnen ganz selbstverständlich immer die Frau in der Anrede nach vorne stellen („Liebe Professorinnen und Professoren“) und bei den Mördern genauso selbstverständlich die weibliche Form vergessen, kann ich bei diesen Leuten nicht mal ein Minimum an Restanstand und Ehrlichkeit erkennen, bei dem Versuch 1984er Newspeak zur Erlangung von inhaltlichen Veränderungen einzusetzen.

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