Wie man Geld zum Fenster rausschmeißt (2)

Anfang Februar hat in Bochum mal wieder der „Frauenbeirat“ getagt. Jetzt, Mitte April, haben die Damen es dann mal geschafft, die Protokolle dieser Sitzung ins Ratsinformationssystem einzustellen. Womit sie sich beschäftigt haben? Mit sich selber natürlich. Eine Empfehlung, dass die Stadt im Juni an einem „Diversity Tag“ teilnehmen solle. Sie haben zur Kenntnis genommen, dass die Stadt in den nächsten Jahren 50.000 Euro für eine Zertifizierung zur „Familiengerechten Kommune“ durch den Schornstein jagt, die außer die FrauenbewegtInnen Deutschlands keine Sau braucht. (Über diesen Unfug habe ich hier schonmal ein Einträglein verfasst.). Sie haben den Sachstand des Kooperationsprojektes „Politik und Wissenschaft“ zur Kenntnis genommen, bei dem kein Mensch so richtig weiß, was da eigentlich kooperiert wird, weil die Verwaltungsmitteilungen zum Sachstand nämlich immer leer sind. Und die Polizeipräsidentin hat einen Empfang anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Netzwerkes gegen häusliche Gewalt gemacht. Öha.

Das wars. Damit waren 14 Frauen einen Nachmittag lang beschäftigt.

Die Aufgabe des Frauenbeirats ist es offiziell, die „Interessen von Frauen und Mädchen in das Blickfeld kommunaler Entscheidungen“zu rücken. Aber da sind sie ja de facto schon seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten. Und insofern hat dieser Frauenbeirat einfach nichts zu tun und beschäftigt sich mit sich selber und anderen Frauengremien. Und zwar nicht nur in dieser Sitzung. Man kann sich die Sitzungsprotokolle der letzten Jahre mal durchsehen. Da ist inhaltlich einfach nichts. Das Gremium berichtet über andere Gremien, in denen man auch irgendwie saß, dass man in einer Ausstellung über Frauenfußball war, und es teilt mit, dass Broschüren über Frauen, die in Bochum mal irgendwas gemacht haben, jetzt online zu finden sind. Oh, und natürlich damit, dass in Verwaltungsvorlagen „geschlechtergerechte Sprache“ zu verwendInnen sei.

Ich gönne ja jeder Frau ihr Kaffeekränzchen. Aber diese Spaßveranstaltung kostet die Stadt jährlich 25000 Euro, jedenfalls wenn man nach dem Haushaltssicherungskonzept geht (Seite 2), in dem die Auflösung der Beiräte mal durchgerechnet wurde. Im normalen Haushalt (Seite 35) wird der Posten wohlweislich gar nicht separat ausgewiesen, sondern wahrscheinlich irgendwo unter „sonstige ordentliche Aufwendungen“ versteckt.

Aber vielleicht ist ja tatsächlich angedacht, den Beirat 2019 aufzulösen, wie im Haushaltssicherungskonzept vorgesehen.

Moment, 2019? Das sind noch sechs Jahre, mit der Option, dass die Damen bis dahin den Rat so breitgequatscht haben, dass er sich an deren Fleischtopf dann doch nicht dran traut. Und in der Zeit sollen wir für diese Null-Ergebnisse 150000 Euro hinblättern? Mit dem Geld können wir sechs Jahre lang eine Kindergärtnerinnenstelle finanzieren! Die nutzt Frauen, Männern, Jungs und Mädchen dieser Stadt hundert mal mehr als die Quasselrunden einer pfründegeilen Bande von Gender-Funktionärinnen.

Der Frauenbeirat der Stadt Bochum gehört mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Jetzt, heute. Nicht 2019, morgen, übermorgen. Heute. Ende, Aus, Feierabend.

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